Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl Estradiol) – Informationen für Patientinnen in Österreich
Alesse ist ein kombiniertes hormonelles Arzneimittel zur Verhütung. Es enthält Levonorgestrel (Gestagen) und Ethinyl Estradiol (Östrogen). Diese Kombination gehört zu den sogenannten kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK).
In dieser Patienteninformation finden Sie verständliche, praxisnahe Hinweise zu Wirkweise, Anwendung, Sicherheit, Wechselwirkungen und häufigen Fragen – speziell mit Blick auf den Markt und die Situation in Österreich.
1. Kurzüberblick: Was ist Alesse?
- Wirkstoffe: Levonorgestrel + Ethinyl Estradiol
- Arzneimittelart: Kombiniertes hormonelles Kontrazeptivum (KOK)
- Anwendung: Einnahme als Tablette nach einem vorgegebenen Einnahmeschema
- Ziel: Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption)
- Nutzen: Hohe Verhütungssicherheit bei korrekter Einnahme
Je nach Packungsgröße kann das Einnahmeschema unterschiedlich gestaltet sein (z. B. 21/7 oder 24/4 bzw. 28 Tabletten mit Placebo-Anteil). Bitte beachten Sie immer die Angaben in Ihrer konkreten Packung bzw. der Gebrauchsinformation.
2. Indikationen: Wofür wird Alesse angewendet?
Alesse wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Kombinierte orale Kontrazeptiva können außerdem zur Verbesserung des Zyklus und zur Regelmäßigkeit der Blutung beitragen. In manchen Situationen können sie auch bei hormonell bedingten Zyklusbeschwerden unterstützend wirken – dies sollte individuell ärztlich/pharmazeutisch abgeklärt werden.
Wichtig: Alesse schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) wie HIV, Chlamydien oder Gonorrhö.
3. Wie wirkt Alesse? Mechanismus der Aktion
Alesse kombiniert ein Gestagen (Levonorgestrel) mit einem Östrogen (Ethinyl Estradiol). Dadurch werden mehrere Mechanismen gleichzeitig genutzt, um eine Schwangerschaft zu verhindern:
- Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung): Die Hormone unterdrücken die natürliche hormonelle Steuerung, sodass in der Regel kein Eisprung stattfindet.
- Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim am Gebärmutterhals wird zäher, wodurch das Eindringen von Spermien erschwert wird.
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut wird so beeinflusst, dass eine Einnistung erschwert wird.
Besonders wichtig: Die zuverlässige Wirkung hängt stark davon ab, dass das Präparat regelmäßig und nach Anleitung eingenommen wird.
4. Typische Anwendung und Zeitpunkt: Wie starte ich Alesse?
Der Beginn der Einnahme kann je nach Zyklustag und individueller Situation variieren. Ziel ist, möglichst rasch einen sicheren hormonellen Schutz aufzubauen.
4.1 Start mit neuer Packung (häufige Vorgehensweisen)
- Zyklusstart am 1. Tag der Blutung: Häufig ist dann eine sofortige Verhütung möglich (je nach Packungsschema).
- Start zu einem späteren Zyklustag: In vielen Fällen wird für eine kurze Zeit zusätzlich eine Barrieremethode empfohlen, bis der Schutz ausreichend aufgebaut ist.
- Wechsel von einem anderen Verhütungsmittel: Zeitpunkt und ggf. Überbrückungsmaßnahmen hängen vom vorherigen Präparat ab. Die Gebrauchsinformation und die Beratung helfen hier.
4.2 Einnahme-Rhythmus
- Täglich zur gleichen Zeit: möglichst gleichmäßiger Abstand zwischen den Einnahmen
- Konsequente Einnahme: Auslassungen reduzieren die Sicherheit deutlich
- Wenn eine Packung leer ist: am vorgesehenen Tag mit der nächsten Packung beginnen
Falls Ihre Packung 28 Tabletten enthält (inkl. Placebo- oder Wirkstoff-freier Tage), wird weiterhin ohne Unterbrechung eingenommen – genau so, wie es auf dem Blister angegeben ist.
5. Dosis und Einnahmeschema
Alesse enthält pro Tablette Levonorgestrel und Ethinyl Estradiol in einer festen Dosierung. Die konkrete Dosierung pro Tag ist durch die Herstellerangaben im jeweiligen Produkt festgelegt.
Übliche Dosierung: 1 Tablette einmal täglich, oral eingenommen.
Die Start- und Fortsetzungstage sowie mögliche Pause-/Placeboabschnitte entnehmen Sie bitte Ihrer Packung (Blister-/Kalenderformat) und der Gebrauchsinformation.
6. Pharmakokinetik: Wie der Körper die Wirkstoffe verarbeitet
Unter Pharmakokinetik versteht man, wie der Organismus Wirkstoffe aufnimmt, verteilt, verstoffwechselt und schließlich ausscheidet. Bei kombinierten oralen Kontrazeptiva gelten – vereinfacht – folgende Grundprinzipien:
- Aufnahme (Resorption): Ethinyl Estradiol und Levonorgestrel werden nach oraler Einnahme in der Regel rasch aufgenommen.
- Verteilung: Die Wirkstoffe binden teilweise an Transportproteine im Blut.
- Metabolismus (Verstoffwechselung): Beide Wirkstoffe werden hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Ein relevanter Punkt ist, dass manche Medikamente Leberenzyme beeinflussen und dadurch die Spiegel senken können.
- Ausscheidung: Die Metaboliten werden über Leber und/oder Niere ausgeschieden.
Für die Praxis bedeutet das: Wechselwirkungen (z. B. mit bestimmten Antibiotika, Antiepileptika oder Johanniskraut) können die Wirksamkeit beeinflussen – auch wenn die Einnahme ansonsten korrekt erfolgt.
7. Food-Interaktionen: Welche Rolle spielt Essen?
Im Allgemeinen gilt: Die Einnahme von Alesse kann mit oder ohne Nahrung erfolgen. Essen beeinflusst die Aufnahme üblicherweise nicht in einem Ausmaß, das die Verhütung zuverlässig beeinträchtigt.
- Bei Erbrechen: Wenn innerhalb kurzer Zeit nach Einnahme (z. B. innerhalb weniger Stunden) Erbrechen auftritt, kann die Tablette nicht vollständig aufgenommen worden sein. Dann kann eine Nachhol-Einnahme notwendig sein (entsprechend der Packungsanleitung oder Rücksprache).
- Bei starkem Durchfall: Langanhaltender oder schwerer Durchfall kann die Aufnahme der Hormone verringern. In solchen Fällen kann eine zusätzliche Verhütung nötig sein, bis wieder eine sichere Einnahme gewährleistet ist.
Wenn Sie unsicher sind, wie Sie bei Magen-Darm-Beschwerden vorgehen sollen, finden Sie in den FAQ praktische Hinweise.
8. Alkohol-Interaktionen und medizinische Wechselwirkungen
8.1 Alkohol
Alkohol führt nicht direkt zu einer typischen „Gegenwirkung“ wie bei manchen anderen Medikamenten. Dennoch kann übermäßiger Alkoholkonsum indirekt Einfluss nehmen, z. B. durch:
- Vergessene Einnahmen
- Erbrechen oder Magenreizungen
- Durchfall (bei bestimmten Mengen/Verträglichkeit)
Wenn es durch Alkohol zu Erbrechen oder Durchfall kommt, gelten die Hinweise aus dem Abschnitt zu Food-Interaktionen.
8.2 Medizinische Wechselwirkungen (wichtig!)
Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von kombinierten oralen Kontrazeptiva senken. Ursache sind oft Effekte auf Enzyme in der Leber oder Transportmechanismen. Dadurch kann es zu Durchbruchblutungen oder einer verminderten Verhütungssicherheit kommen.
Beispiele für Wechselwirkungsgruppen (Auswahl):
- Enzyminduzierende Arzneimittel: z. B. manche Mittel gegen Epilepsie (Antiepileptika), bestimmte Mittel gegen Tuberkulose (Rifampicin/Rifabutin) u. a.
- Johanniskraut (Hypericum perforatum): kann die Spiegel senken.
- Manche HIV- oder Hepatitis-Medikamente: je nach Wirkstoffkombination möglich
- Bestimmte Antibiotika/Antimykotika: häufig ist nicht jedes Antibiotikum relevant, aber einzelne können die Situation beeinflussen (besonders bei zusätzlicher Beeinflussung des enterohepatischen Kreislaufs).
Merke: Im Zweifel fragen Sie vor der Einnahme neuer Medikamente in der Apotheke nach. Oft lässt sich eine Lösung finden, z. B. durch zusätzliche Barriereverhütung für eine bestimmte Zeit.
9. Sicherheit und Nebenwirkungen: Was sollten Sie wissen?
Wie jedes Arzneimittel kann Alesse Nebenwirkungen verursachen. Die meisten sind mild und klingen im Verlauf der ersten Einnahmemonate ab. Dennoch gibt es Warnzeichen, bei denen Sie sofort medizinische Hilfe suchen sollten.
9.1 Häufige mögliche Nebenwirkungen (Beispiele)
- Übelkeit, Bauchbeschwerden
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- Kopfschmerzen
- Zwischenblutungen/ Schmierblutungen
- Veränderungen von Stimmung oder Libido
9.2 Ernsthafte Risiken (selten, aber wichtig)
Kombinierte orale Kontrazeptiva erhöhen – abhängig von persönlichen Risikofaktoren – das Risiko für Thrombosen (z. B. Venenthrombose, Lungenembolie) und in seltenen Fällen für Schlaganfall oder Herzinfarkt. Diese Risiken betreffen besonders bestimmte Personengruppen.
Warnzeichen (sofort abklären lassen):
- Einseitige Schwellung/Schmerz im Bein, plötzliche Atemnot
- Brustschmerz, Husten mit Blutbeimengung
- Plötzliche starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Sprachstörungen
- Schwächegefühl einer Körperseite, starke Schwindelattacken
9.3 Wer sollte besonders aufmerksam sein?
Das individuelle Risiko hängt u. a. ab von:
- Rauchen (besonders im höheren Alter)
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Thrombosen in der Vorgeschichte oder in der Familie
- Migräne mit Aura
- bestimmten Gerinnungsstörungen
Wenn Sie eines davon betrifft, sprechen Sie bitte vor der Anwendung über passende Optionen.
10. Praktische Tipps für den Alltag
- Wählen Sie eine feste Uhrzeit: z. B. nach dem Frühstück oder abends vor dem Zähneputzen.
- Nutzen Sie Erinnerungen: Kalender, App oder Wecker helfen bei konsequenter Einnahme.
- Mitnehmen auf Reisen: Blister/Packung im Handgepäck, nicht zu knapp bemessen.
- Bei Erbrechen/Durchfall: verhalten Sie sich wie in der Packungsanleitung beschrieben, und verwenden Sie ggf. zusätzlich eine Barrieremethode.
- Zwischenblutungen ernst nehmen, aber richtig einordnen: Schmierblutungen können in den ersten Monaten vorkommen. Wenn sie stark sind oder wiederholt auftreten, lassen Sie es abklären.
11. Was tun bei Einnahmefehlern? (Zeitnahe Orientierung)
Viele Unsicherheiten entstehen bei vergessenen Tabletten. Da die genauen Empfehlungen vom Zeitpunkt der Einnahme und vom konkreten Schema abhängen, orientieren Sie sich bitte an der Gebrauchsinformation. Folgende Grundprinzipien helfen:
- Je früher nachgeholt wird, desto besser: sobald Sie es bemerken, nehmen Sie die vergessene Tablette ein.
- Zeitfenster beachten: je nach Anzahl der ausgelassenen Tabletten und wie weit der Einnahmefehler bereits fortgeschritten ist, kann zusätzlich eine Barrieremethode nötig sein.
- Zusätzliche Verhütung bei Risiken: besonders wenn mehrere Tabletten fehlen oder Magen-Darm-Beschwerden hinzukommen.
Wenn Sie möchten, können Sie uns in der FAQ oder per Kontakt erklären, wie viele Tabletten Sie wann vergessen haben – dann geben wir eine Orientierung, welche Schritte typischerweise empfohlen werden (unter Berücksichtigung der Packungsanleitung).
12. Alternative Optionen zur Verhütung
Je nach Lebenssituation, Gesundheitsprofil, Verträglichkeit und Wunsch (z. B. Zyklussteuerung) kommen verschiedene Verhütungsmethoden infrage. Beispiele für Alternativen:
| Option | Typische Vorteile | Typische Punkte zum Abwägen |
|---|---|---|
| Andere kombinierte Pillen | Regelmäßiger Zyklus, hohe Sicherheit bei korrekter Einnahme | Jede Formulierung hat ein anderes Nebenwirkungsprofil |
| Gestagen-only-Präparate (Minipille) | Für manche Risikoprofile geeignet, z. B. wenn Östrogene nicht optimal sind | Erfordert oft sehr genaue Einnahme; Zyklus kann variabler sein |
| Hormonelle Verhütung: Vaginalring / Pflaster | Weniger tägliche Einnahme, gleichmäßige Hormonabgabe | Abwägung bei Haut-/Geruchskomfort, Zeitpläne beachten |
| Langwirksame reversible Kontrazeption (z. B. Hormonspirale) | Sehr hohe Sicherheit, geringe tägliche Aufmerksamkeit | Einsatz durch Fachpersonal, individuelle Blutungsmuster |
| Barrieremethoden (z. B. Kondome) | Schutz vor STIs, kein hormonelles Risiko | Je nach Nutzung/Situationen weniger „alltagskomfortabel“ als Pille |
| Kupferspirale | Keine Hormone, langfristig wirksam | Kann stärkere Blutungen/Krämpfe begünstigen (individuell) |
Gemeinsam mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt können Sie die passende Option finden – insbesondere, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken oder sich Ihr Gesundheitszustand verändert.
13. Markt- und Rechtskontext in Österreich (allgemeine Orientierung)
In Österreich sind Arzneimittel und Verhütungsmittel im Rahmen des etablierten Gesundheitssystems reguliert. Alesse ist ein zugelassenes hormonelles Arzneimittel. Verfügbarkeit, Abgabevoraussetzungen und Informationen zu Packungsgrößen folgen den jeweils gültigen gesetzlichen Vorgaben sowie den Herstellerangaben.
Für online Apotheken gelten üblicherweise Qualitäts- und Lieferbestimmungen, darunter unter anderem Anforderungen an Lagerung, Versand und Bereitstellung von Gebrauchsinformationen. Bitte achten Sie beim Kauf auf die korrekte Produktbezeichnung, Packungsgröße und die Gültigkeit/Unversehrtheit des Produkts.
Hinweis zu „recent guidance“: In den letzten Jahren wurde weltweit und auch in Europa verstärkt über Nutzen und Risiken kombinierter hormoneller Kontrazeptiva informiert, insbesondere in Bezug auf Thrombose-Risiken, Rauchen, Migräne und passende Auswahl von Patientinnen. Achten Sie daher besonders auf individuelle Risikofaktoren und holen Sie bei Unsicherheiten pharmazeutische Beratung ein.
14. Lieferung und Verfügbarkeit (so wie Sie es beim Online-Kauf erwarten können)
Die konkrete Lieferzeit und Verfügbarkeit können je nach Lagerbestand variieren. In einer typischen Online-Apotheken-Umgebung in Österreich können Sie jedoch meist mit folgenden Abläufen rechnen:
- Verfügbarkeit: abhängig vom aktuellen Bestand
- Versand: in der Regel zuverlässige Zustellung innerhalb weniger Werktage (je nach Anbieter)
- Verpackung: Schutz vor Beschädigung, vollständige Beipackunterlagen
- Rückfragen: Kontaktmöglichkeiten für Produkt- oder Anwendungsfragen
Wenn Sie möchten, können Sie beim Bestellvorgang prüfen, welche Packungsgrößen verfügbar sind und welche Lieferoptionen angeboten werden.
15. FAQ zu Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl Estradiol)
Wie schnell wirkt Alesse?
Häufig hängt der Zeitpunkt davon ab, wann Sie mit der ersten Einnahme begonnen haben und wie das konkrete Schema Ihrer Packung aufgebaut ist. Bei Start am Zyklustag 1 ist der Schutz in vielen Fällen sofort gegeben; bei späterem Start kann für kurze Zeit eine zusätzliche Barrieremethode empfohlen werden. Lesen Sie bitte die Gebrauchsinformation Ihrer Packung.
Was soll ich tun, wenn ich eine Tablette vergessen habe?
Handeln Sie rasch: Nehmen Sie die vergessene Tablette so bald wie möglich ein und setzen Sie den Rest der Packung wie vorgesehen fort. Je nach Zeitpunkt und Anzahl der versäumten Tabletten kann eine zusätzliche Verhütung für eine bestimmte Zeit sinnvoll sein. Details entnehmen Sie bitte der Packungsanleitung.
Schützt Alesse gegen sexuell übertragbare Krankheiten (STIs)?
Nein. Alesse schützt nicht vor STIs. Kondome können zusätzlich schützen – besonders bei wechselnden Partnern oder wenn kein sicherer STI-Status vorliegt.
Kann ich Alesse mit Essen einnehmen?
Ja. Alesse kann in der Regel mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Bei Erbrechen oder starkem Durchfall kann jedoch die Aufnahme beeinträchtigt sein.
Was passiert, wenn ich nach der Einnahme erbreche?
Wenn Sie innerhalb kurzer Zeit nach der Einnahme erbrechen, kann die Tablette nicht vollständig aufgenommen worden sein. Folgen Sie dann den Empfehlungen der Gebrauchsinformation (z. B. Nachholung einer Tablette) und nutzen Sie ggf. zusätzlich eine Barrieremethode.
Beeinflusst Alkohol die Verhütung?
In der Regel nicht direkt. Problematisch wird es vor allem bei Erbrechen oder vergessener Einnahme. Halten Sie sich bei Magen-Darm-Symptomen an die Hinweise zur Packungsbeilage.
Welche Medikamente sollten nicht gleichzeitig ohne Abklärung genommen werden?
Besonders wichtig sind Wechselwirkungen mit Mitteln, die Leberenzyme beeinflussen (z. B. bestimmte Antiepileptika, Rifampicin/Rifabutin, Johanniskraut) sowie je nach Situation manche anderen Arzneimittel. Fragen Sie in der Apotheke nach, bevor Sie neue Medikamente oder pflanzliche Produkte starten.
Ich habe Zwischenblutungen – ist das gefährlich?
Zwischenblutungen sind bei kombinierten oralen Kontrazeptiva nicht ungewöhnlich, insbesondere in den ersten Monaten. Dennoch sollten sie ärztlich/pharmazeutisch abgeklärt werden, wenn:
- sie stark sind oder anhalten,
- häufig wiederkehren,
- die Einnahme nicht korrekt war,
- Schwangerschaft ausgeschlossen werden muss (z. B. bei Einnahmefehlern oder Magen-Darm-Beschwerden).
Was mache ich, wenn ich Raucherin bin?
Rauchen erhöht das Thrombose- und Herz-Kreislauf-Risiko bei kombinierten Präparaten, besonders in höherem Alter. Wenn Sie rauchen, sprechen Sie bitte unbedingt über Risikofaktoren und mögliche Alternativen. Nutzen und Risiko müssen individuell abgewogen werden.
Kann ich die Pille einfach absetzen?
Ein Absetzen ist grundsätzlich möglich, sollte aber bewusst erfolgen. Wenn Sie weiterhin verhüten möchten, planen Sie eine alternative Methode rechtzeitig. Bei Kinderwunsch oder unklarem Status ist eine Beratung hilfreich.
16. Fazit
Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl Estradiol) ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das durch die Kombination zweier Hormone den Eisprung hemmt, den Zervixschleim verändert und die Einnistung erschwert. Die Sicherheit ist vor allem dann hoch, wenn Sie die Einnahme konsequent und pünktlich durchführen.
Achten Sie besonders auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, auf mögliche Magen-Darm-Effekte sowie auf Warnzeichen, die eine rasche Abklärung erfordern. Bei Fragen zu Start, Einnahmefehlern oder Alternativen unterstützt Sie die Apotheke gern.

