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Capecitabine

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Capecitabin ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen. Es wird als Tabletten eingenommen und wirkt, indem es im Körper zu einem Wirkstoff umgewandelt wird, der das Wachstum von Tumorzellen hemmt. Die Einnahme erfolgt meist in Zyklen, deren Dauer Ihr Arzt festlegt. Häufig können Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder Reizungen an Händen und Füßen auftreten. Bitte nehmen Sie es genau nach Anweisung ein und melden Sie Nebenwirkungen.
Capecitabin – Patienteninformation (AT)

Capecitabin (Xeloda® und Generika) – Patientenfreundliche Informationen für Österreich

Capecitabin ist ein bewährtes Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Zytostatika (Krebsmedikamente). Es wird vor allem in der Behandlung verschiedener solider Tumoren eingesetzt. Capecitabin ist ein Prodrug: Der Wirkstoff wird im Körper schrittweise umgewandelt – bevorzugt im Tumorgewebe – und entfaltet dann seine Wirkung gegen schnell teilende Krebszellen.

Diese Seite bietet eine umfassende, verständliche Übersicht für Patientinnen und Patienten in Österreich. Sie ersetzt jedoch nicht das persönliche Gespräch mit Ärztin/Arzt oder Apotheke.

1) Grundlegende Produktinformationen

Eigenschaft Beschreibung
Wirkstoff Capecitabin
Arzneimittelklasse Zytostatikum / Antimetabolit
Darreichungsform Tabletten (je nach Präparat mit unterschiedlicher Stärke)
Einnahmeschema Oft in Zyklen über mehrere Wochen, häufig „14 Tage einnehmen / 7 Tage Pause“ (je nach Therapieplan)
Wichtige Nebenwirkungsbereiche Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit, Hand-Fuß-Syndrom (palmar-plantares Erythrodysästhesie), Blutbildveränderungen
Überwachung Regelmäßige Kontrolle von Blutwerten und Leber-/Nierenwerten; ggf. Dosisanpassung

2) Wie Capecitabin wirkt (Wirkmechanismus)

Capecitabin gehört zu den Fluoropyrimidinen. Es wird nach der Einnahme zunächst im Körper aktiviert und schließlich zu 5-Fluorouracil (5-FU) umgewandelt. Das geschieht über mehrere Zwischenschritte, in denen bestimmte Enzyme beteiligt sind. Diese Aktivierung findet in tumorbedingten Umgebungen oft effizienter statt, wodurch der Wirkstoff im Zielgebiet stärker wirksam werden kann.

Die wichtigsten Wirkprinzipien:

  • Einbau in die RNA: Capecitabin/5-FU-aktive Stoffe können die Bildung von RNA stören.
  • Hemmung der DNA-Synthese: Die Zellteilung wird dadurch stark behindert.
  • Gezielte Wirkung auf schnell teilende Zellen: Krebszellen teilen sich meist schneller als viele gesunde Zellen – daher ist die Wirkung besonders dort spürbar.

3) Pharmakokinetik: Was passiert im Körper?

Pharmakokinetik beschreibt, wie der Wirkstoff nach der Einnahme aufgenommen, verteilt, verstoffwechselt und ausgeschieden wird. Bei Capecitabin sind mehrere Schritte beteiligt, da es sich um ein Prodrug handelt.

Typische Merkmale

  • Resorption: Capecitabin wird nach oraler Einnahme im Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
  • Aktivierung: In der Leber und in anderen Geweben wird Capecitabin schrittweise in wirksame Metaboliten umgewandelt.
  • Wirkform: Letztlich entsteht die aktive Wirkstoffkomponente, die am Zellstoffwechsel eingreift.
  • Ausscheidung: Die Metaboliten werden überwiegend über den Urin eliminiert.

Die tatsächliche Wirkstoffkonzentration kann zwischen Personen variieren. Deshalb sind ärztliche Kontrollen (u. a. Blutbild und ggf. Leber-/Nierenwerte) so wichtig.

4) Typische Anwendungsgebiete und Indikationen

Capecitabin wird bei verschiedenen Tumorerkrankungen eingesetzt. In der Praxis kommen häufig folgende Einsatzbereiche vor:

  • Kolorektales Karzinom (Dickdarm-/Enddarmkrebs): z. B. in bestimmten Stadien als adjuvante oder palliative Therapie.
  • Neoplastische Erkrankungen des Magens: insbesondere in Kombinationstherapien, je nach Tumorstadium und Behandlungsstrategie.
  • Mammakarzinom: z. B. bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, je nach Rezeptur und Zielsetzung (monotherapeutisch oder in Kombination).
  • Andere solide Tumoren (je nach onkologischer Gesamtsituation und Leitlinien/Studienlage): Ärztinnen/Ärzte entscheiden hier individuell.

Bitte beachten: Welche Indikation bei Ihnen konkret passt, hängt von Tumortyp, Stadium, Biomarkern, Vortherapien und Ihrem Gesundheitszustand ab.

5) Dosis, Einnahmeschema und Timing – verständlich erklärt

Capecitabin wird typischerweise in Zyklen eingenommen. Ein häufiges Standardschema ist: 14 Tage einnehmen, danach 7 Tage Pause. Das tatsächliche Schema kann jedoch je nach Therapie, Kombinationen und Verträglichkeit variieren.

Wie wird die Dosis festgelegt?

Die Capecitabin-Dosis richtet sich häufig nach der Körperoberfläche (KOF) und wird von Onkologinnen/Onkologen berechnet. In manchen Fällen werden zusätzliche Faktoren wie Alter, Allgemeinzustand, Leber- und Nierenfunktion berücksichtigt.

Beispiel für ein gängiges Einnahmeschema (zur Orientierung)

  • Tag 1–14: Tabletten morgens und abends (aufgeteilt in 2 Dosen)
  • Tag 15–21: Pause
  • Danach: neuer Zyklus nach ärztlichem Plan

Wichtig: Halten Sie sich exakt an Ihren individuellen Therapieplan. Bei Nebenwirkungen kann die Dosis verschoben, unterbrochen oder reduziert werden.

Wie die Einnahmezeiten typischerweise umgesetzt werden

In der Regel werden Capecitabin-Dosen innerhalb eines Tages zweimal eingenommen. Viele Therapien setzen voraus:

  • morgens nach dem Essen
  • abends nach dem Essen

6) Essen und Capecitabin: Nahrungsaufnahme & Food Interactions

Capecitabin sollte mit Nahrung eingenommen werden, um die Verträglichkeit zu verbessern und die Aufnahme zu unterstützen. Der genaue Umfang kann je nach Präparat und ärztlicher Anweisung variieren, aber als Grundprinzip gilt:

  • Mit/innerhalb kurzer Zeit nach einer Mahlzeit einnehmen.
  • Versuchen, die Einnahmezeiten täglich möglichst gleich zu halten.

Wenn Sie Mahlzeiten auslassen, kann dies Einfluss auf die Verträglichkeit haben. Sprechen Sie mit Ihrer Betreuungsperson, wenn es bei Ihnen zu Appetitmangel oder Übelkeit kommt.

Lebensmittel, die Sie besonders im Blick behalten sollten

Es gibt keine „verbotenen“ Lebensmittel-Kataloge für alle Patientinnen und Patienten, aber einige praktische Hinweise helfen häufig:

  • Bei Durchfall: verträgliche Kost wählen, ausreichend trinken; ggf. Ernährungsberatung einbeziehen.
  • Bei Übelkeit: kleinere, häufigere Mahlzeiten; milde Kost; ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Bei Mundschleimhautentzündung: weiche, nicht reizende Speisen bevorzugen.

7) Alkohol und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Alkohol

In Kombination mit einer systemischen Krebstherapie ist der Alkoholkonsum möglichst zu vermeiden oder stark zu reduzieren. Gründe können u. a. sein:

  • Zusätzliche Belastung für Leber und Magen-Darm-Trakt
  • Höheres Risiko für Übelkeit oder Durchfall
  • Wechselwirkungen über Begleitmedikamente

Wenn Sie Alkohol trinken möchten, klären Sie dies bitte vorab mit Ihrer Onkologie- oder Betreuungseinheit.

Arzneimittelinteraktionen (Wechselwirkungen)

Capecitabin kann mit anderen Wirkstoffen zusammenwirken. Besonders relevant sind Wechselwirkungen, die Enzymaktivitäten beeinflussen oder die Blutungsneigung sowie die Verträglichkeit des Magen-Darm-Trakts verändern.

Beispiele, die häufig angesprochen werden:

  • Blutgerinnungshemmende Mittel (z. B. Cumarin-Derivate): können in ihrer Wirkung verstärkt/abgeschwächt werden.
  • Bestimmte antivirale Arzneien oder andere Krebstherapien: in Kombination kann die Verträglichkeit beeinflusst werden.
  • Phenytoin: kann in seiner Wirkung verändert sein.
  • Leucovorin (Folinsäure) und andere Substanzen im onkologischen Setting: werden teils gezielt in Kombinationsregimen eingesetzt.

Teilen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und Ihrer Apotheke bitte eine vollständige Liste aller Medikamente mit: auch pflanzliche Präparate, Schmerzmittel, Durchfallmittel, Vitamine oder „Bedarfsmedikamente“.

8) Sicherheit und Nebenwirkungen: Was ist typisch, worauf achten?

Wie bei allen wirksamen Krebstherapien kann Capecitabin Nebenwirkungen verursachen. Viele Beschwerden sind behandelbar, erfordern manchmal aber eine Dosisanpassung. Besonders wichtig ist es, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen.

Häufige Nebenwirkungen

  • Durchfall
  • Übelkeit und ggf. Erbrechen
  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Bauchbeschwerden
  • Entzündungen im Mund (Mucositis)
  • Hand-Fuß-Syndrom (Rötung, Schmerz, Schwellung an Handflächen/Fußsohlen)
  • Veränderungen im Blutbild (z. B. Abfall bestimmter Blutzellen)
  • Haarausfall ist möglich, aber nicht bei allen gleich ausgeprägt

Warnzeichen: Wann sollten Sie sofort handeln?

Kontaktieren Sie umgehend Ihre onkologische Betreuung oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Fieber oder Anzeichen einer Infektion
  • Starke oder anhaltende Durchfälle (z. B. mit Austrocknung)
  • Schwere Mundschleimhautentzündung oder starke Schmerzen beim Essen/Trinken
  • Schwere Haut- oder Schleimhautreaktionen
  • Starke Atemnot, Brustschmerzen oder neurologische Ausfälle
  • Anzeichen von Dehydrierung (z. B. Schwindel, sehr wenig Urin, starke Schwäche)

Hand-Fuß-Syndrom (palmar-plantares Erythrodysästhesie) – praktische Vorbeugung

Dieses typische Syndrom kann sich an den ersten Einnahmetagen anbahnen. Präventive Maßnahmen können helfen:

  • Schonung von Händen und Füßen (weniger Reibung/Belastung)
  • Bequeme Schuhe, weiche Einlagen
  • Regelmäßige Pflege der Haut (geeignete Cremes nach Empfehlung)
  • Bei ersten Anzeichen: frühzeitig mit dem Behandlungsteam sprechen
  • Keine „aggressiven“ Maßnahmen (z. B. starke Peelings), wenn die Haut gereizt ist

9) Praktische Anwendungstipps im Alltag

Diese Punkte helfen häufig dabei, die Therapie sicher und möglichst verträglich durchzuführen:

So nehmen Sie Capecitabin richtig ein

  • Tabletten vollständig mit Wasser einnehmen; nicht zerdrücken oder teilen, wenn dies nicht ausdrücklich so vorgesehen ist.
  • Mit Nahrung einnehmen (morgens und abends nach dem Essen).
  • Einnahmezeiten möglichst regelmäßig einhalten.
  • Nicht eigenständig die Dosis erhöhen oder „nachholen“, wenn eine Dosis vergessen wurde – fragen Sie Ihre Betreuung, wie zu verfahren ist.

Wenn eine Dosis vergessen wurde

Das Vorgehen kann je nach Schema und Zeitpunkt variieren. Da Capecitabin in Zyklen und mit festen Tagesdosen eingenommen wird, sollten Sie nicht selbstständig improvisieren. Bitte kontaktieren Sie die onkologische Betreuung oder Apotheke, um die korrekte Vorgehensweise zu klären.

Umgang mit Übelkeit und Durchfall

  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit – besonders bei weichem Stuhl/Diarrhö.
  • Ernährung anpassen: häufigere, kleinere Portionen; milde Kost.
  • Bei Durchfall: frühe Rücksprache ist wichtig, da eine rechtzeitige Behandlung Komplikationen verhindert.
  • Medikamente gegen Übelkeit/Durchfall sollten nur nach Rücksprache bzw. gemäß Ihrem Plan verwendet werden.

Haut- und Mundpflege

  • Regelmäßige Mundhygiene mit sanften Produkten (nach Empfehlung).
  • Bei empfindlicher Haut: schonende Waschgele, Vermeidung starker Hitze/Friktion.
  • Bei Bedarf: Einbindung der Pflege/Onko-Ernährungsberatung kann die Verträglichkeit verbessern.

10) Dosisanpassung bei Nebenwirkungen: Warum das wichtig ist

Capecitabin ist zwar wirksam, kann aber bei manchen Patientinnen und Patienten stärker als erwartet Beschwerden auslösen. In vielen onkologischen Behandlungsplänen wird daher im Verlauf geprüft: Halten Sie das geplante Schema durch? oder ist eine Anpassung erforderlich?

Typische Anpassungen können beinhalten:

  • Verschieben des Zyklusbeginns
  • Unterbrechen der Einnahme bei bestimmten Nebenwirkungen
  • Reduktion der Dosis
  • Zusätzliche symptomatische Therapie (z. B. gegen Durchfall/Übelkeit)

11) Alternative Optionen (therapeutische Alternativen)

Wenn Capecitabin nicht vertragen wird oder nicht die beste Option ist, gibt es je nach Tumorart und Situation Alternativen. Diese können umfassen:

  • Andere Chemotherapie-Substanzen (z. B. alternative 5-FU-basierte Therapien oder andere Wirkstoffklassen)
  • Kombinationen mit weiteren Wirkstoffen, die auf das Tumorprofil abgestimmt sind
  • Gezielte Therapien oder Immuntherapien (je nach Biomarkern/Leitlinien)
  • Supportive / symptomorientierte Therapien, die Nebenwirkungen wirksam abfangen können

Welche Alternative für Sie in Frage kommt, hängt stark von Diagnose, Stadium und Vorbehandlung ab. Ihre behandelnde Onkologin/Ihr behandelnder Onkologe kann hier individuell beraten.

12) Capecitabin in Österreich: Markt-, Zulassungs- und Rechtskontext

In Österreich sind Arzneimittel über die zuständigen Zulassungs- und Regulierungssysteme verfügbar. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit werden auf Basis von Daten aus Studien und Zulassungsverfahren bewertet.

Generika und Verfügbarkeit

  • Capecitabin ist in der Regel als Originalpräparat und/oder als Generika erhältlich (je nach Handelsname).
  • Bei Engpässen kann es zu Anpassungen bei der konkreten Packungswahl kommen, während der Wirkstoff derselbe bleibt.

„Aktuelle Leitlinien“ – was ist damit gemeint?

In der Onkologie werden Therapien laufend anhand neuer Studien und Leitlinien aktualisiert. Dazu zählen u. a. Empfehlungen zu:

  • Dosierung und Zyklusplanung
  • Umgang mit Hand-Fuß-Syndrom und Durchfall
  • Kombinationen mit anderen Wirkstoffen
  • Überwachung von Blutbild, Leber- und Nierenfunktion

Die exakte Therapie für Ihre Situation folgt den jeweils gültigen Empfehlungen Ihrer Behandlungseinheit.

13) Lieferung und Verfügbarkeit im Online-Handel (Österreich)

Die Verfügbarkeit von Capecitabin kann je nach Stärke, Packungsgröße und Generika-Option schwanken. Für Online-Bestellungen gilt:

  • Je nach Lagerbestand kann sich die Lieferzeit unterscheiden.
  • Bei fehlender Verfügbarkeit bieten wir je nach Regelungen ggf. zeitnahe Alternativen (z. B. andere Packungseinheiten oder Generika), sofern für Sie passend.
  • Achten Sie bei Lieferung auf die korrekte Chargen-/Packungsinformation gemäß Ihrer Bestellung.

Bitte lagern Sie Capecitabin gemäß Packungsbeilage und halten Sie sich an die Hinweise zu Temperatur und Schutz vor Feuchtigkeit. Bewahren Sie Medikamente stets außer Reichweite von Kindern auf.

14) Sicherheit im Umgang: Lagerung, Haltbarkeit, Entsorgung

  • Originalverpackung aufbewahren (Schutz vor Licht/Feuchtigkeit je nach Angaben).
  • Haltbarkeit beachten und nicht nach Ablaufdatum verwenden.
  • Entsorgung: Restmengen und abgelaufene Tabletten nicht in den Hausmüll geben. Nutzen Sie – sofern vor Ort verfügbar – Sammelstellen für Arzneimittel.

15) FAQ – Häufige Fragen zu Capecitabin

Wie lange dauert es, bis Capecitabin wirkt?

Eine eindeutige Wirkung kann je nach Tumorart unterschiedlich schnell sichtbar sein. Manche Anzeichen einer Therapie lassen sich früh über Laborwerte oder Verträglichkeit ableiten, die endgültige Beurteilung erfolgt meist durch ärztliche Kontrollen, Bildgebung und Verlaufskriterien.

Kann ich Capecitabin mit anderen Medikamenten kombinieren?

Häufig wird Capecitabin in Kombination mit anderen Krebstherapien eingesetzt. Ob und welche Begleitmedikationen bei Ihnen passend sind, hängt von Ihrer Gesamtsituation ab. Sprechen Sie mit Ihrer Behandlungseinheit, bevor Sie neue Medikamente beginnen oder absetzen.

Darf ich während der Therapie Vitaminpräparate einnehmen?

Einige Nahrungsergänzungen können je nach Wirkstoff oder Dosierung relevant sein. Besprechen Sie bitte Vitaminpräparate, Kräuterprodukte und Supplemente (z. B. hoch dosiertes Vitamin A, E oder spezielle „Immun“-Produkte) vorab mit Ihrer Apotheke oder Onkologie.

Was kann ich tun, wenn ich Durchfall bekomme?

Nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit Ihrer Betreuung auf. Ziel ist, Austrocknung und Komplikationen zu vermeiden. Trinken Sie ausreichend und achten Sie auf eine milde Kost. Medikamente gegen Durchfall sollten nach Plan eingesetzt werden.

Wie erkenne ich ein Hand-Fuß-Syndrom?

Typisch sind Rötung, Schmerzen, Schwellung oder ein „Kribbeln“ an Händen oder Füßen. Melden Sie frühe Veränderungen Ihrem Behandlungsteam, damit rechtzeitig Maßnahmen (z. B. Pflege, Anpassung der Therapie) erfolgen können.

Kann ich während der Einnahme Sport treiben?

Leichte Bewegung ist für viele Betroffene möglich. Bei starker Müdigkeit, Durchfall oder ausgeprägtem Hand-Fuß-Syndrom sollte die Belastung reduziert und die Haut geschont werden. Bei Unsicherheit: Rücksprache mit dem Behandlungsteam.

Ist Sonnenbaden während Capecitabin sinnvoll?

Eine starke UV-Exposition kann Hautreizungen verstärken. Schützen Sie die Haut konsequent (z. B. geeignete Kleidung, Sonnenschutz nach Empfehlung) und vermeiden Sie direkte intensive Sonne.

Was ist, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Das weitere Vorgehen ist schemaabhängig. Bitte kontaktieren Sie Ihre onkologische Betreuung oder Apotheke für eine konkrete Anleitung. Eigenständiges „Nachholen“ kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.

Wann sollte ich sofort ärztliche Hilfe suchen?

Bei Fieber, schweren Durchfällen, starken Schleimhautproblemen, Zeichen einer Infektion oder ausgeprägten Verschlechterungen (z. B. starke Schwäche, Austrocknung) sollten Sie umgehend medizinischen Rat einholen.

Zusammenfassung

Capecitabin ist ein oral verfügbares Krebsmedikament aus der Gruppe der Fluoropyrimidine. Es wirkt, indem es die DNA-/RNA-Synthese in schnell teilenden Krebszellen stört. Da es sich um ein Prodrug handelt, wird es im Körper schrittweise aktiviert. Die Therapie wird meist in Zyklen durchgeführt, häufig mit Einnahme an mehreren Tagen und anschließenden Pausen. Wichtig für den Therapieerfolg und die Sicherheit sind regelmäßige Kontrollen, die Einnahme mit Nahrung sowie das frühzeitige Melden von Nebenwirkungen.

Für Fragen zur Einnahme, zu Wechselwirkungen oder zu Ihrem persönlichen Therapieplan wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Einrichtung oder Ihre Apotheke.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

500mg

Packung: No selection

100 pill, 200 pill, 300 pill